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Workation – Arbeiten in Urlaubsdestinationen

© PantherMedia / HayDmitriy
© PantherMedia / HayDmitriy

[26|07|2022]

Prof. Dr. Simon Werther gibt tiefergehende Einblicke in die Themenfelder Coworking, Workation und Coworkation im Rahmen seiner kürzlich erschienenen Publikation.


Die Sichtbarkeit der Potenziale von Workation bzw. Coworkation entstand zur Hochphase der Covid-19-Pademie, als Hotels Ihre Zimmer als Home Office vermieteten. Der Begriff „Workation“ setzt sich aus den englischen Begriffen „Work“ (Arbeit) und „Vacation“ (Urlaub) zusammen und beschreibt Urlaubsaufenthalte bzw. Urlaubsreisen mit zusätzlichen Arbeitsphasen. Im Falle von Coworkation beinhaltet diese Hybridversion zwischen Arbeit und Urlaub auch einige Coworking-Aspekte und die Wortkombination wird daher durch den englischen Begriff „Community“ (Gemeinschaft) ergänzt.


Fundierte Perspektive und Erfahrungsberichte
In der Unterscheidung zwischen Workation und Coworkation ist zu beachten, dass es sich bei Coworkation meist um eine feste Gruppe und einen definierten Zeitraum, wie bei einem Event, handelt, während Workation zeitlich flexibel und individuell genutzt werden kann. Allerdings ist dies eine fließende Abgrenzung, da Workation als Oberbegriff für verschiedenste Varianten der Kombination von Arbeit und Urlaub zählt und somit Coworkation eine explizite Facette der Workation darstellt. Bei den Räumlichkeiten der Workation kann zwischen Retreats und Coworking-Spaces unterschieden werden, die sowohl in der Hotellerie als auch Gastronomie wiederzufinden sind. Die Publikation „Coworking als Revolution der Arbeitswelt“ gibt neben einer fundierten Perspektive auch Einblick in die Praxis durch Erfahrungsberichte über die Pop-Up Workation auf Gut Mechow, sowie zur Etablierung von Coworkation im Alpenraum durch CoworkationsALPS.

Potentiale für die Tourismus- und Hospitality-Branche
Spannend ist die Entwicklung in Richtung Workation und Coworkation insbesondere für die Tourismus- und Hospitality-Branche, als Möglichkeit saisonalen Schwankungen zu überbrücken und als Alleinstellungsmerkmal ganze Destinationen hervorzuheben. Die coronabedingten Arbeitsbedingungen haben technische und kulturelle Fortschritte ermöglicht, die auch die Offenheit gegenüber dem Konzept der Workation erhöhten und durch die coronabedingten Veränderungen in der Hotellerie und Gastronomie vorübergehend etabliert wurden. Für eine erste Erhebung belastbarer Daten zum Tourismusmarkt der Zukunft führte das Europäische Tourismus Institut im Auftrag des CoworkationAlps eine Studie unter Berufstätigen und Unternehmen in Deutschland, Österreich, deutschsprachigen Schweiz und Norditalien zum Thema Coworking und Coworkation in Destinationen durch.


Weiterführende Informationen zur Publikation „Coworking als Revolution der Arbeitswelt“ sind auf der Website des Springer-Verlags zu finden.